Ausgehört: Der Tote im Salonwagen – B. Akunin

Boris Akunin
Der Tote im Salonwagen
Russischer Krimi zu Zarenzeiten
Dauer: 8 Stunden, 7 Minuten
gelesen von: Johannes Steck

Bewertung:   

Inhaltsangabe (Amazon):

Russland leidet unter einer Reihe von Anschlägen der terroristischen Kampfgruppe KG. Als General Chrapow heimtückisch in der Maske des Staatsrats Fandorin erstochen wird, fühlt sich dieser – der Echte – in seiner Ehre gekränkt. Ein Ansporn mehr, den Verräter zu suchen, der geheime Informationen an die Terroristen weitergibt.
Dieser politische Krimi, schildert die einzigartige Atmosphäre der russischen Revolutionsbewegung in ihren Anfängen.

Hervorragend ist hier der Sprecher. Das Buch selbst hätte mich nicht so sehr gefesselt, hätte ich es selbst gelesen, aber Johannes Steck hat jede einzelne Person so gut allein mit seiner Stimmgebung charakterlich darstellen können, dass ich immer sofort wusste, wo ich gerade war und wen ich vor mir hatte. Sehr interessant fand ich die Einblicke in die Anfänge der Revolution und das Benutzen und Ausspielen einzelner Figuren im großen Spiel um die Macht, und dass Boris Akunin seinen Staatsrat Fandorin einen asiatischen Diener haben ließ, der ihn in asiatischen Kampfsportarten trainierte. Trotzdem würde ich nie so weit gehen, ihn mit James Bond vergleichen zu wollen. Da liegen dann doch Welten dazwischen…

Begonnen habe ich nun mit Kein böser Traum von Harlan Coben.

Kurzrezi: Requiem für eine Sängerin – E. Corley

Elizabeth Corley
Requiem für eine Sängerin
Englischer Krimi
Scherz-Verlag
TB,  446 Seiten
ISBN: 3502518351

Bewertung:

Inhaltsangabe:

Eine zweifache Mutter verschwindet unter mysteriösen Umständen, eine engagierte Lehrerin wird brutal ermordet: Chief Inspector Andrew Fenwick und sein Team entdecken zwischen diesen ungewöhnlichen Fällen einen Zusammenhang. Die spur führt zu Leslie Smith und Octavia Anderson, Freundinnen der Opfer. Ihre gemeinsame Vergangenheit birgt ein grausames Geheimnis. Und jetzt scheint die Zeit der Rache gekommen…

Dieser Krimi hat mir richtig gut gefallen. Einst als Mängelexemplar auf dem Krabbeltisch im Supermarkt mitgenommen, wies dieses Buch keinen einzigen Mangel auf. Witzig fand ich ja, dass auch das ein oder andere Schottische darin vorkam . Wie ich bei Annelie gelesen habe (auf ihrer crimetime-Seite) ist auch dies wieder ein Auftakt zu einer Reihe. Wie es aussieht, werde ich mir also die anderen Bücher wohl auch besorgen (müssen) . Ich spare mir jetzt, mehr zu der Handlung, den Personen und Schreibstil zu bemerken. Wen es interessiert, klicke bitte auf Annelies crimetime-Seite und lese nach. Ich habe reineweg nichts hinzuzufügen

Anschließend habe ich mir den Fitzek gegriffen – und wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich wohl auch mit diesem Buch bereits fertig sein… Nun, man kann nicht alles haben.

Kurzrezi: Von fremder Hand – D. Crombie

Deborah Crombie
Von fremder Hand (7)
Englischer Krimi
Goldmann
TB, 409 Seiten
ISBN: 3442442001

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Klappentext:

Jack Montfort, ein Architekt aus Glastonbury, glaubt nicht an Übersinnliches. Umso überraschter ist er, als er eines Tages in einer fremden Handschrift geheimnisvolle Botschaften niederzuschreiben beginnt. Jack vertraut sich seiner Freundin Winnie an. Um die beiden bildet sich allmählich ein Kreis von Interessierten, die versuchen, die Botschaften zu entschlüsseln. Als ein Mordversuch auf Winnie verübt wird, bittet Jack seinen Cousin Superintendent Duncan Kincaid um Hilfe. Kurz nachdem Kincaid und Sergeant Gemma James in Glastonbury eintreffen, wird eine Frau aus der Gruppe um Jack ermordet. Der Schlüssel zur Tat scheint in der Vergangenheit zu liegen. Aber auch dem Rätsel um die geheimnisvollen Botschaften kommt die Gruppe langsam näher…

Eigentlich ist es sehr schade, dass ich nicht mehr Freizeit habe. Ich hätte das Buch gern rascher gelesen, denn es hat mir wieder gut gefallen. Die Beziehung zwischen Gemma und Duncan hat im letzten Buch ja einen Sprung erfahren, doch am Ende dieses Buches scheint es, dass sich alles bessern wird und die zwei mit ihren jeweiligen Kindern vielleicht sogar eine richtige Familie bilden könnten.

Was ich wieder sehr schön fand und mir ein ums andere mal ein Lächeln aufs Gesicht brachte, waren die Orte in Summerset, die ich kenne und durch die ich fahre, wenn ich meine Familie besuche. Taunton z.B. oder Bridgewater  . Und da Glastenbury nicht weit davon zu sein scheint, werde ich mir die Abtei mit Sicherheit einmal ansehen (nur nicht im Juli, da haben wir der Hochzeit wegen keine Zeit für so etwas).

Die Story liest sich wieder flüssig und man ist gleich in der Geschichte gefangen, obwohl mir ein bisschen viel Mystisches enthalten ist. Da bin ich dann doch eher skeptisch und wage zu bezweifeln, dass ein vor etlichen Jahrhunderten verblichener Mönch in der Lage sein soll, die Hand eines Nachfahren zu führen, so dass dieser dessen Worte in Latein zu Papier bringt… Aber alles andere macht einen guten englischen Krimi aus, so dass ich gebe, eine “2” also.

Tauschen macht Spaß :o)

Seht mal, was ich für meine Tauschwolle bekommen habe – ist das  nicht schön?

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Die liebe Brigitte hat es so gut mit mir gemeint und mir sogar zwei Bücher geschickt, niegelnagelneue. Und ein paar Teebeutelchen von Teekanne, die im Moment in meinem Büro liegen, weil ich dort gern tassenweise Tee genieße . Und dabei hätte EINS auch gereicht . Aber nun geb ich natürlich keins von beiden mehr her, denn beide standen auf meiner Wunschliste. Und wenn ich dazu sage, dass der Deborah-Crombie-Krimi der nächste war, der in meiner Sammlung noch gefehlt hat und gleich auf den Stapel neben meinem Bett wandert, dann wisst ihr, was für ein Grinsen ich im Gesicht habe . Außerdem brauche ich immer mal Anregungen, was ich mit einem restlichen Knäuel anstellen kann, das dann beim Stricken übrig geblieben ist. Gut, alles werde ich mit Sicherheit nicht nachstricken, aber das eine oder andere ganz bestimmt. – Danke, liebe Brigitte – DANKE!!!

Und weil das so einen Spaß gemacht hat und ich so  happy bin, werde ich gleich mal meine Restbestände durchsuchen und ein paar Knäulchen verschenken. Da das mit meiner Verlosung ja in die Hose gegangen ist, mache ich das so, dass ich knäulchenweise verschenke. Heute gibts die ersten 3. Wer dann als erster auf diesen Beitrag antwortet und zu erkennen gibt, dass er/sie die Knäulchen gern hätte, bekommt sie. Wer also zuerst “kommt”, “malt” zuerst . Einzige Bedingung ist, dass bitte die Emailadresse angegeben wird, damit das Austauschen der Post-Adresse leicht vonstatten gehen kann.

Und damit ihr auch wisst, WAS ich denn anzubieten habe, gibt es hier ein Foto davon:

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150 g SW mit 50 % BW. Es ist ein schönes Altrosa, würde ich sagen. Wer sich also daraus vielleicht einen Schal stricken mag oder ein Tuch oder etwas ganz anderes… bitte einfach kommentieren.

Und für den Fall, dass es heute bei dir nicht geklappt hat, weil jemand anders schneller war – sieh einfach immer mal wieder rein – wenn ich meine Spendierhosen anhabe, gibts bestimmt wieder mal ein Knäulchen

Kurzrezi: Böses Erwachen – D. Crombie

Deborah Crombie
Böses Erwachen
englischer Krimi
Goldmann
TB, 447 Seiten
ISBN: 3442133696

Inhaltsangabe:

London: In den verlassenen Royal Albert Docks wird die Leiche der jungen Millionenerbin Annabelle Hammond gefunden. Als Superintendent Duncan Kincaid und Sergeant Gemma James mit ihren Recherchen beginnen, erscheint zunächst jeder verdächtig: Annabelles High-Society-Verlobter, der Straßenmusikant, der sie wohl als letzter lebend gesehen hat, der Exmann ihrer Schwester – sie alle hatten ein Motiv. Aber Kincaid und James ahnen noch nicht, dass die Wurzeln des Falles bis weit in die Vergangenheit zurückreichen…

Das wird heute eine ganz kurze Kurzrezi, denn ich bin erst spät aus Düsseldorf nach Hause gekommen und habe Kopfschmerzen, die ich jetzt erst noch irgendwie bekämpfen muss, weil ich morgen ja wieder einiges zu erledigen habe… Aber ganz vorenthalten möchte ich euch meine Einschätzung natürlich nicht 😉

Da ich Fan von Duncan Kincaid und Gemma James bin und mich durch die Reihe lese, dazu außerdem trotz der vielen Arbeit das Buch bereits ausgelesen habe, spricht ja schon für sich. Und in der Tat hat es den Anschein, als werden die Bücher immer besser. Und auch das Zwischenmenschliche, das die beiden Protagonisten miteinander und auch in ihrem Privatleben auszufechten haben, gefällt mir. Das macht sie sympathisch und keine Superhelden aus ihnen.

Ich gebe

Heute werde ich nichts mehr lesen. Ich werde mir gleich meinen Körnerhasen in der Mikrowelle aufheizen und auf die Nasennebenhöhlen legen, mir das letzte Bier aus der Küche holen und vielleicht noch ein paar Runden an meinem Pulliärmel stricken. Und dann ins Bett fallen. Aber morgen nehme ich mir dann Monica McInerneys Die Töchter der Familie Faraday mit zur Arbeit. Vielleicht kann ich mich ja in der Mittagspause ein wenig in die Sonne setzen und ein paar Seiten lesen…

Ein Osterbuch :o)

Auch andere verschenken gern Bücher. Ich habe zu Ostern dieses Buch, allerdings vom Buchclub mit einem viel schöneren Cover bekommen:

Ann Granger
Fuchs, du hast die Gans gestohlen
englischer Krimi
hier: Clubausgabe
HC, 414 Seiten
ISBN: 3785708890 

Inhaltsangabe:

Meredith Mitchell kehrt nach turbulenter Zeit in das idyllische Bamford zurück, um sich dort von ihren Einsätzen im diplomatischen Dienst zu erholen. Ein unerwartet freundliches Willkommen bereiten ihr Chefinspektor Markby, der offensichtlich gern an Vergangenes anknüpfen möchte, sowie ihre neue Nachbarin Harriet,  ein beeindruckend streitbarer Rotschopf.Doch kaum, dass sie sich kennen gelernt haben, wird Harriet Opfer eines Unfalls bei der traditionellen Bamforder Weihnachtsjagd. Meredith selbst ist Zeugin eines Sabotageaktes, der für die Freundin tödlich endet. Unfall oder Mord? Das inzwischen eingespielte Team Markby und Mitchell bekommt einen neuen Fall beschert…

Rezi: Die Frau im Moor – E. Hart

Erin Hart
Die Frau im Moor
irischer Krimi
Heyne
TB, 463 Seiten
ISBN: 3453877527

Inhaltsangabe:

In einem Torfmoor im Westen Irlands wird der mumifizierte Kopf eines rothaarigen Mädchens gefunden. Wer ist sie? Warum musste sie auf so grausame Weise sterben? Der Archäologe Cormac Maguire und die Pathologin Nora Gavin wollen es herausfinden, doch die Dorfgemeinschaft verschließt sich ihnen. Sie stoßen auf großes Misstrauen und offene Ablehnung. Ohne es zu ahnen, sorgen sie in dem kleinen Ort für Unruhe und schüren alte Feindschaften. Sehr bald sind sie nicht nur mit den Rätseln der Vergangenheit, sondern auch mit den geheimnisvollen Geschehnissen der Gegenwart beschäftigt. So wird auf Drängen der beiden Ermittler auch die Suche nach einer Frau, die zusammen mit ihrem Sohn verschwunden ist, wieder aufgenommen. Nach und nach erkennen die beiden die Verbindungen, und ein Mörder gerät in Bedrängnis.

Das Buch hat bislang ziemlich geteilte Kritiken erhalten. Es wurde extra darauf hingewiesen, dass der Leser nicht zu viel von Naturwissenschaften verstehen sollte, um das Buch genießen zu können. Nun, dann verstehe ich entweder nicht viel davon oder aber ich habe andere Prioritäten, denn ich habe das Buch sehr genossen. Den einzigen Punktabzug gebe ich für nicht wenige Fehler im Druck, obwohl mein Buch kein Mängelexemplar ist. Die vielen grammatikalischen Fehler könnten auf eine unzureichende Übersetzung zurückzuführen sein, glaube ich aber ehrlich gesagt nicht, da selbst solche sprichwörtliche Redewendungen wie “aussehen wie der Tod auf Latschen” enthalten sind.

Wie gesagt hat mich nicht gestört, dass Nora Gavin und ihr Team nicht sofort herausgefunden haben, wie alt der Kopf des rothaarigen Mädchens war. Sicherlich ist die heutige Wissenschaft schon viel weiter und kann durch simple Tests dieses recht zügig datieren. Aber der Fund des Kopfes war lediglich der Auftakt des Buches, ein Erzählstrang, der sich immer wieder durch die Geschehnisse webt und sein Showdown dann am Ende erfährt. Wichtiger war in meinen Augen eher die Geschichte um die verschwundene Ehefrau mit ihrem Sohn aus der heutigen Zeit, und es hat mir Spaß gemacht, meine Mutmaßungen anzustellen und am Ende gar nicht soooo falsch zu liegen . Die vielen irischen Namen, die gälischen Fragmente (auch wenn das irische Gälisch etwas anders als das schottische ist), die bildhaften Darstellungen der Umgebung – all das habe ich ausgiebig genossen und bin fast ein bisschen traurig, dass ich das Buch schon ausgelesen habe… Außerdem war die langsame Annäherung von Nora und Cormac überhaupt nicht kitschig, sondern absolut nachvollziehbar.

Von mir also nur 1 Punktabzug und daher

Auf meinem Nachttisch liegt noch der Doppelband von Deborah Crombie, aus welchem ich erst das erste Buch gelesen habe. Daher folgt nun das zweite: Böses Erwachen.