Ausgehört [Rezi] Die Winterprinzessin – Kai Meyer

Kai Meyer
Die Winterprinzessin
Historische Fantasy
Hörspiel
Dauer: 4 Std, 55 Min (ungekürzt)
gespielt u. a. von Matthias Habich, Hasso Zorn, Marius Claren

Bewertung:

Inhaltsangabe (Audible):

Karlsruhe 1813: Wilhelm und Jacob Grimm erreichen den Hof des Großherzogs – mit einem Empfehlungsschreiben Goethes in der Tasche. Doch gleich nach ihrer Ankunft werden sie Zeugen von Mord und Erpressung. Was hat es mit dem Kind auf sich, dem ein englischer Lord ebenso nachjagt wie eine Gruppe indischer Priester – und welche Rolle spielt die exotische Prinzessin Jade in diesem Spiel…

Ein nettes Hörspiel für zwischendurch, wenn es mich auch nicht völlig überzeugt hat. Wilhelm ist mir einen Zacken zu dusselig. Gut, er ist der Jüngere der beiden Brüder, und wie sein Bruder Jacob lebenslanger Bewunderer von Goethe, sie kannten sich – Goethe hatte viel Kontakt zu Intellektuellen seiner Zeit –, aber hier wird er wie ein Jüngelchen dargestellt, das nicht Eins und Eins zusammenzählen kann, obwohl er für einen besonderen Posten auserwählt wurde… Und wenn es auch bei Audible unter “Historisch” abgelegt wurde, ist es für mich Historische Fantasy. Warum das so ist, verrate ich hier lieber nicht. Ich sage schon wieder zu viel – bildet euch eure eigene Meinung Smiley mit geöffnetem Mund

Kurzrezi: Die Königskinder – J. Marillier

cover

Juliet Marillier
Unter dem Nordstern

Die Königskinder (1)
Historische Fantasy
Heyne
TB, 765 Seiten
ISBN: 3453521544

Bewertung:

Klappentext:

Dies ist die Geschichte des sagenumwobenen Volks der Pikten, deren weit im Norden gelegenes Reich im Inneren zerrissen und von außen durch grausame Invasoren bedroht ist. Es ist die Geschichte des jungen Bridei, der dieses Reich als König einen und zu einem der mächtigsten der Welt machen soll. Und es ist die Geschichte einer großen Liebe, der Liebe zwischen Bridei und Tuala, einem Mädchen aus dem Feenvolk. Eine Liebe, die gegen dunkle Magie, Krieg und tödliche Intrigen kämpfen muss…

Auf den Tag genau 2 Monate hat es diesmal gedauert, bis ich dieses Buch ausgelesen hatte. Merkwürdig. Es ist noch gar nicht lange her, da habe ich pro Woche ein Buch “geschafft”. Woran mag dies wohl liegen? Denn dass es mir nicht gefallen hätte, ist nicht der Grund. Sagen wir einfach, es liegt daran, dass ich fast ausschließlich in der Mittagspause gelesen habe, wenn ich denn eine machen konnte. Also gerade mal 20 min x 5 pro Woche, manchmal weniger. Und ich bin nicht der schnellsten Leser einer. Während der Laird den Inhalt des Buches beim Blättern aufzusaugen scheint, lese ich in der gleichen Geschwindigkeit, wie ich auch spreche.

Die Zeit der Pikten interessiert mich, sehe ich doch so manches Mal interessante piktische Steine, wenn ich in den schottischen Highlands bin. Und da sich die Legenden und Sagen gerade zu dieser Zeit viel um “Das Gute Volk” drehen – auch Märchen sind voll von Feen, Trollen und ähnlichen Geschöpfen –, lag es nahe, einen Roman über einen großen König und seine Liebe zu einer Fee, die allerdings aus Fleisch und Blut und durchaus menschlich ist, zu schreiben. Juliet Marillier, die vor allem durch die Sevenwaters-Reihe bekannt ist, hat in der Trilogie “Unter dem Nordstern”, dessen dritter Band in Deutschland nie erschienen ist, diese Themen bravourös verbunden.

Der erste Band las sich wie eine Mischung aus Historischem Roman, Fantasy-Epos und Märchen, und es ist durchaus vorstellbar, dass Teile daraus tatsächlich stattgefunden haben, denn Bridei war im 6. JH nachweislich Herrscher über die Pikten.

Die Bewertung ist wie immer absolut subjektiv und hängt tatsächlich immer von meiner derzeitigen Stimmung ab. Und für jedes Genre gibt es eine Zeit. Gerade eben scheint nicht die Zeit für Märchen zu sein – daher werde ich mir nun erst einmal etwas anderes mit ins Büro nehmen…

Kurzrezi: Die Herrin der Raben – D. L. Paxson

Diana L. Paxson
Die Herrin der Raben
Teil 1 des Quartetts um die Artus-Legende
Historische Fantasy
hier: Weltbild
HC, 317 Seiten
ISBN: 3785720416

Bewertung:

Klappentext:

Der junge Oesc, der Enkel Hengests des Eroberers, gelangt als Geisel an den Hof Artors, des Königs der Briten. Die beiden Gegner werden zu Freunden. Doch ihre Freundschaft kann nicht von Dauer sein. Denn Oesc dient Woden, dem Herrn der Raben, und Artor ist der Erbe einer uralten Macht, die über seine Mutter, die Herrin vom See, auf ihn übergegangen ist. Oesc wird zum Spielball der politischen Kräfte, und bald sieht er sich auf der Seite derer wieder, die gegen Artor in den Krieg ziehen…

Dieses Buch ist in meinen Augen nur das Verbindungsglied zwischen Band 1 und 3, denn hier wird fast nur gekämpft. Sicher findet Oesc eine Frau und setzt einen Sohn (Eormenric) in die Welt, aber seine Herrschaft als König über Cantuware ist nur von kurzer Dauer. In diesem Band wird der Jüngling Artor zum Mann, und obwohl Merlin kurze Auftritte hat und auch die weise Frau der Nordmänner in die Zukunft blicken kann, geschieht außer Intrigen und Kampf eher nichts.

Deshalb habe ich auch immer nur ein paar Seiten gelesen. Die Spannung fehlte, unbedingt zu erfahren, was weiter geschah. – Gut, ich habe den 2. Teil beendet und hole den 3. Teil aus dem SuB. Dieser handelt dann von der Herrin von Camelot – und da sollte es dann endlich mit der Legende so richtig weiter gehen…

Kurzrezi: Die Herrin vom See – D. L. Paxson

Diana L. Paxson
Die Herrin vom See
Teil 1 des Quartetts um die Artus-Legende
Historische Fantasy
hier: Weltbild
HC, 301 Seiten
ISBN: 3785720009

Bewertung:

Klappentext:

Das Römische Reich hat seine Truppen aus Britannien zurückgezogen. Was übrig bleibt, ist eine Vielzahl von sich befehdenden Stämmen. Es gibt jedoch die Prophezeiung von einem kommenden König, der das Land eint. Nur einer kann helfen, diese Prophezeiung Wirklichkeit werden zu lassen: der Seher Merlin…

Die Artussage gehört zum großen Erbe unserer Zivilisation. Anders als in anderen Nacherzählungen dieser Legende steht hier der Konflikt zwischen Römern und Kelten im Vordergrund, zwischen einer alten und einer neuen Weltordnung.

Es ist immer wieder faszinierend, Legenden zum Leben erwacht zu sehen. Aber nicht immer decken sich die “Erinnerungen” mit den Überlieferungen. So ist zwar klar, dass König Artus und Merlin, der Zauberer, zu legendären Helden Großbritanniens zählen, aber es ist unklar, in welcher Zeit sie gelebt haben könnten. Die Geschichtsschreiber geben da widersprüchliche Angaben. Es scheint aber recht unwahrscheinlich, beide ins Mittelalter zu zählen… Viel wahrscheinlicher bei Prüfung der verschiedenen Quellen dürften frühere Jahrhunderte sein (wie das 5. JH). Wahrscheinlich ist Vieles Mythologie, aber in jeder Legende steckt immer ein Körnchen Wahrheit. Und so überschlagen sich die Autoren und liefern verschieden ausgeschmückte Sagen-Nachdichtungen.

Diana L. Paxson hat sich viel Mühe gemacht, etliche Quellen zu Rate zu ziehen und erzählt eine Version der Sage aus etwas anderer Sicht. Sie erinnert an die Avalon-Reihe von Marion Zimmer Bradley, und das ist auch nicht verwunderlich, denn sie sind Schwägerinnen und haben daran zusammen gearbeitet.

Im 1. Teil geht es vor allem um Merlin, seine Abstammung, seinen Werdegang, seine Genialität und Wildheit. Dann um die Prophezeiung eines kommenden Königs, der ganz Britannien einen soll, dessen Geburt und Werdegang bis hin zu dem Tag, an dem er das berühmte Schwert Excalibur aus dem Stein zieht.

Mir hat dieser 1. Teil richtig gut gefallen, so dass ich gleich den 2. aus dem SuB geholt habe. Im Moment ist mir mal wieder so richtig nach historischer Fantasy…

Wir waren wieder im CentrO

und was soll ich euch sagen? Ich habe schon wieder ein Buch für mich gefunden… auf Anhieb… es lachte mich an und wollte mit. Und das, obwohl ich doch nun wirklich genug Bücher habe. Aber ehrlich, ich konnte reineweg nichts dagegen unternehmen. Erst das Cover, dann der Name der Schriftstellerin, dann der Klappentext… MEINS.

Barbara Erskine
Die Königin des Feuers
Historisch-Fantastischer Roman
Heyne
TB, 864 Seiten
ISBN: 3453406591

Inhaltsangabe:

Zweitausend Jahre ist es her, da herrschte die junge keltische Königin Cartimandua über ihr Reich. Kämpferisch und willensstark folgte sie ihrer politischen Überzeugung und setzte dafür sogar ihre Liebe aufs Spiel. Vivienne Rees, Dozentin für keltische Geschichte an der Universität Edinburgh, ist von dieser starken jungen Frau fasziniert. jahrelang hat sie an einem Buch über Cartimandua gearbeitet und der Vorwurf ihres Professors, Teile daraus seien allein ihrer Fantasie entsprungen, trifft sie hart. Das Zerwürfnis ist unausweichlich. Enttäuscht zieht sich Vivienne zurück, nicht jedoch ohne einen kleinen Racheakt zu verüben: Sie stiehlt die Brosche der Cartimandua, ein Schmuckstück von unschätzbarem Wert, das sich im Besitz der Universität befindet. Doch von der Brosche scheint etwas Böses auszugehen. Mit jedem Tag, der vergeht, scheint sich Vivienne Cartimandua zu nähern, bis sie schließlich vollends in das Leben der keltischen Königin eintaucht. Unversehens gerät sie in ein gefährliches Netz aus Habgier, Verrat und verzweifelter Liebe, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint…

Vor Jahren habe ich schon Die Herrin von Hay von ihr gelesen (hier geht es zu meiner Rezension), da ist mir noch einiges in Erinnerung geblieben, und so konnte ich mich dem Zug des Buches nicht widersetzen 😉

Diesmal hat mein Laird aber auch etwas gekauft. Einen neuen Anzug nämlich (er hat nur 7 anthrazitfarbene und wollte jetzt mal etwas anderes) … Nun, der “neue” hat einen leichten Braun-Grau-Ton mit anthrazitfarbenen Schattenstreifen, also doch fast anthrazit …, aber er ist von guter Qualität und sieht sowas von klasse an meinem Schatz aus… ich sag euch… läääägggger 😆 dazu dann noch ein paar neue Schuhe 😛 (ich hab am Mittwoch schon neue Schuhe ergattert, nur für den Fall, dass ihr fragt, da konnte sich mein Schatz nur nicht entscheiden, denn er wollte eigentlich viel weniger für einen Anzug ausgeben…)

So, jetzt ist mein Schatz los, er hat ein TT-Spiel. Drücken wir ihm mal alle die Daumen, was? Und ich habe Zeit zum Stricken. Morgen werde ich dafür mal einen Koch- und Backtag einlegen. Es gibt Rinderrouladen mit Rotkohl, Klößen und Kroketten sowie einen Hefeblechkuchen zum Kaffee. Und da ich morgen schon 2 Jahre bei meinem jetzigen Arbeitgeber angestellt bin, nehme ich dann auch für meine Kollegen wieder ein paar Stückchen Kuchen mit 😛 – die werden sich freuen.

Ausgehört: Die Gegenpäpstin – M. André

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Martina André
Die Gegenpäpstin
historisch-fantastisches Hörbuch
gesprochen von Anja Bilabel
Dauer: 13 Stunden, 41 Minuten

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Inhaltsangabe:

Sarah Rosenthal, eine junge Israeli, ahnt nichts Böses, als sie eines Morgens mit ihrem deutschen Kollegen Rolf Markert zu einer Baustelle gerufen wird. Eine Kettenraupe ist eingebrochen. Offenbar befindet sich unter einer Straße ein größerer Hohlraum. Als Sarah in das Loch hinabsteigt, verschlägt es ihr beinahe den Atem. Sie entdeckt zwei Gräber mit einer Inschrift, die auf eine Sensation hindeutet: Anscheinend hat sie die letzten Ruhestätten von Maria Magdalena und einem jüngeren Bruder Jesu gefunden. Doch damit beginnen die Verwicklungen erst. Wenig später wird ein Archäologe getötet, die beiden Leichname gestohlen – ein Gen-Test besagt, dass Sarah selbst eine Nachfahrin Marias ist.

Ein wirklich gutes Buch. Mir hat es gut gefallen. Auch wenn Vieles reine Spekulation und Fantasie ist, die Geschichte hat einige fundamentale Aspekte verschiedener Glaubenslehren, vor allem die Jesu, welche Juden und Christen genauso wie Männer und Frauen eint. Spannend bis zur letzten Minute mit vielen Wendungen, wenn auch oft vorhersehbar, was bestimmte Verhaltensweisen betrifft. Besonders gut hat mir gefallen, dass vor allem anfangs zwischen der Vergangenheit und dem Heute gewechselt wurde, und wie die Autorin die Szenen der Jünger Jesu und ersten Christen beschrieb. Eine wirklich gute Idee.

Auch wenn Anja Bilabel durchaus eine gute Sprecherin ist und vor allem die jüdischen Begrifflichkeiten ohne zu stolpern und wie ich vermute völlig natürlich aussprechen kann, hätte ich mir hier wenn nicht einen Mann, so doch eine tiefere Klangfärbung gewünscht. Bis auf Maria Magdalena, Sarah selbst und die Beginen-Führerin kommen eigentlich nur wenige Frauen vor, die hin und wieder einmal einen Satz sprechen. Eigentlich sind alle anderen Mitwirkenden Männer. Und ehrlich gesagt hört es sich etwas eigenartig an, einen brutalen Mann einen Befehl mit einer hellen Frauenstimme gesagt zu bekommen… Hätte ich das Buch gelesen, hätte ich eine gänzlich andere Stimme im Ohr.

Alles in allem ist dies ein Buch, das sich zu lesen lohnt und bei mir als Hörbuch wert.

Das nächste auf dem iPod befindliche Hörbuch ist von Dean R. Koontz und heißt Irrsinn, gesprochen von David Nathan.

Die Herrin von Avalon ausgehört

Die Herrin von Avalon hab ich ausgehört. Soooo toll fand ich das HB jetzt nicht. OK, es war gekürzt mit etwas über 7 Stunden Hörbuchlänge, vielleicht lag es ja daran. Die Sätze waren teilweise sehr kurz oder aber in der Modulation derart gleich, dass es einschläfernd wirkte – nicht unbedingt das Richtige beim Autofahren! Die Sprecherin Anna Thalbach versteht es aber zumindest, ihrer Stimme verschiedene Schattierungen zu geben, sonst würde ich das HB noch schlechter bewerten. Abgeschreckt, es mit den Augen zu lesen hat es mich jetzt aber nicht 😀 – ich hab ja schließlich die ganze Reihe gesammelt und noch einige Bücher davon in meinem SuB zu stehen 😉

Ich gebe mit sehr viel gutem Willen und zugedrückten Augen Punkten.

Nun werde ich Lycidas hören, das erste Buch der Laing-Reihe von Christoph Marzi in ungekürzter Fassung, gesprochen von Helmut Krauss.