Ausgehört: Die Herren der Insel – P. Conroy

Pat Conroy
Die Herren der Insel
verfilmt mit Nick Nolte in “Herr der Gezeiten
Dauer: 3 Std., 15 Min (3 CDs)
gelesen von Mathieu Carrière

Bewertung:

Inhaltsangabe:

Tom Wingo steht im Zenit seines Lebens, dennoch fühlt er sich als Versager. Vor einem Jahr verlor er seinen Job als Lehrer und Football-Trainer, ein Gespräch mit seiner Mutter endet immer im erbittersten Streit und seine Frau hat eine Affäre mit einem guten Freund von Tom. Doch als er erfährt, das seine Zwillingsschwester Savannah ein weiteres Mal versucht, sich das Leben zu nehmen, eilt Tom aus South Carolina nach New York, um ihr zu helfen.

Zunächst einmal: Cover und Titel sind ausnahmsweise einmal nicht verlinkt, da es sie weder bei meinen Partnern Amazon mehr, noch Audible gibt. Die CDs liegen schon länger bei mir, ich bin nur noch nicht dazu gekommen, sie zu hören. Aber nun, da sie mir empfohlen wurden und das Hörbuch zudem schön kurz für zwischendurch ist, habe ich sie mir konvertiert und aufs iPhone gezogen. Hätte ich mir mal etwas anderes ausgesucht… Da sieht man mal wieder wie verschieden Geschmäcker sind und dass Hörbücher mit den Sprechern steigen und fallen.

Ob ich den Film gesehen habe, weiß ich noch nicht einmal, aber wenn, dann lief er nur nebenbei und hat mich nicht sonderlich gefesselt – ich kann mich jedenfalls nicht erinnern.

Auch das Hörbuch konnte dies nicht. Zudem war ich schon nach kurzer Zeit versucht, es abzubrechen, denn da erst realisierte ich, dass es von Mathieu Carrière vorgelesen wurde. So wie es Schauspieler gibt, die man besonders mag, gibt es immer auch welche, die man sich eher nicht ansieht/anhört. Zu jenen gehört (warum auch immer) Mathieu Carrière. Ich habe dennoch tapfer durchgehalten, bin aber zu dem Schluss gekommen, ich hätte mir die gut 3 Stunden echt sparen sollen. Sorry. Aber für mich ist dies absolut nichts. Vertane Zeit.

Die 2 Punkte gebe ich für die psychischen Einsichten, die in diesem Buch verarbeitet werden, auch wenn es schon mehr als erstaunlich ist, dass ein Mann, der kein Psychiater ist, sich und seine Familie derart analysieren konnte…

Kurzrezi: Die Insel der flüsternden Stimmen – L. R. King

Laurie R. King
Die Insel der flüsternden Stimmen
Roman
2. Band im Doppelband
hier: Weltbild
TB, 589 Seiten
ISBN: 3828977987

Bewertung:

Klappentext:

Auf einer unbewohnten Insel möchte Rae nach dem tragischen Tod ihres Mannes und ihrer Tochter ein neues Leben beginnen. Sie macht sich daran, das Haus ihres Großonkels, das unter mysteriösen Umständen abgebrannt war, wieder aufzubauen. Doch dann entdeckt sie Fußabdrücke und hört bedrohliche Geräusche. Existieren sie nur in ihrer Fantasie? Rae ist sich sicher, dass im trügerischen Frieden der Insel ein Feind lauert, gegen den sie sich mit allen Mitteln zur wehr setzen muss.

Um es vorweg zu nehmen, dies ist kein Krimi oder Thriller. Jedenfalls würde ich diesen Roman nicht in diese Kategorie einordnen. Und ich bin mir noch nicht einmal sicher, welcher Kategorie ich ihn tatsächlich zuordnen möchte.

Es geht um Rae, einer Frau in den Fünfzigern, die unter Depressionen leidet und bereits mehrere Selbstmordversuche hinter sich hat. Das letzte Mal kurz nach dem Tod ihres Mannes und ihrer kleinen Tochter. Und deshalb wird sie auch in eine Klinik eingewiesen, wo sie unter Medikamente gesetzt wird und in langen Therapiesitzungen wieder zu sich selbst finden soll. Rae entscheidet, dass sie mit ihren Händen ein Haus bauen will, getreu nach Vorgabe ihres Großonkels und meint, sich selbst damit wieder neu aufzubauen. Und tatsächlich gelingt ihr das im Laufe der Zeit. Der Leser merkt, wie sie langsam ihre Ängste verliert und sich um viele Dinge kümmert, ja sogar wieder Gemeinschaft akzeptieren kann.

Zwischendurch wird immer mal in das Tagebuch ihres Großonkels geblendet, das Rae eines Tages findet, und so habe ich bereits sehr früh gesehen, was erst auf den letzten Seiten gelüftet wurde.

Die meiste Zeit schleicht sich nur unterschwellig eine leichte Spannung ein, und das Buch liest sich eher wie ein kurzweiliger Roman mit den Schwierigkeiten einer ein Haus bauenden Frau, die in einem Zelt lebt und ihren Gedankengängen, Gesprächen mit ihren Nachbarn sowie ihren Sehnsüchten. Doch gegen Ende wurde es dann doch dermaßen spannend, dass ich bis gestern 23.30 Uhr gelesen habe, obwohl ich um 05.00 Uhr aufstehen musste…

Trotz allem ist es bei weitem nicht so gut wie der erste Roman in diesem Doppelband, auch wenn mir persönlich die Thematik eine Menge gegeben hat.