Ausgehört [Rezi] Das Lied der Maori – S. Lark

Sarah Lark
Das Lied der Maori
2. Buch der Neuseeland-Saga
Dauer: 7 Std., 26 Min (gekürzt)
gelesen von Ranja Bonalana
Download: 9,95 €

Bewertung:

Inhaltsangabe (Audible):

Neuseeland, 1893: William Martyn ist gebildeter und kultivierter als die übliche Klientel, die es auf der Suche nach Gold nach Queenstown verschlägt. Kein Wunder, denn Will ist der Sohn irischer Landadeliger. Die temperamentvolle Elaine verliebt sich in ihn, und er scheint nicht abgeneigt, doch dann kommt Kura-Maro-Tini zu Besuch, Elaines Cousine und Halb-Maori, deren exotischer Schönheit und Freizügigkeit William sofort erliegt.

Als ich den “Ruf des Kiwis” gehört habe, wurde mir klar, dass ich mal wieder die Reihenfolge durcheinander brachte und den 3. vor dem 2. Teil hörte. Aber ganz so schlimm ist es nicht, denn es werden jeweils die Geschichten der einzelnen Generationen erzählt. Angefangen mit den Mädchen, die nach Neuseeland ausgewandert sind (Im Land der weißen Wolke), weiter mit der nächsten Generation im Lied der Maori und der darauf folgenden im Ruf des Kiwis.

Es ist leichte Lektüre, so für zwischendurch. Ein wenig kitschig, mit viel “Schmusebubu”, aber auch jeder Menge Würze und Informationen zu Neuseeland Ende des 19. Jahrhunderts. Ich habe auch diesen 2. Teil mit großer Freude gehört und Ranja Bonalana gab wiederum ihr Bestes, wobei ihr die männlichen Stimmen eben wirklich nicht gut gelingen. Aber alle hellen Stimmen nuanciert sie sehr anschaulich.

Wer schon immer etwas mehr über Neuseeland wissen wollte, über die Einheimischen, ihre Sprache, das Land, die Tradition und das Leben der Menschen dort, ab Mitte des 19. Jahrhunderts, der dürfte mit dieser Reihe sehr gut unterhalten werden.

Einstufen würde ich die Reihe als Historische Unterhaltungsromane Zwinkerndes Smiley – Und ich gebe ganze 8/10 Punkte.

Vielen Dank, Audible!

Ausgehört [Rezi] Der Ruf des Kiwis – S. Lark

Sarah Lark
Der Ruf des Kiwis
3. Band der großen Neuseeland-Saga
Dauer: 7 Std., 4 Min (gekürzt)
gelesen von: Ranja Bonalana

Bewertung:

Inhaltsangabe (Audible):

Neuseeland 1908: Für Gloria bricht die Welt zusammen, als sie Kiward Station verlassen muss. Gemeinsam mit ihrer Großcousine tritt sie die Reise nach England an, wo sie sich fremd und ausgeschlossen fühlt. Für Gloria steht fest: Sie muss zurück nach Neuseeland. Doch sie ahnt nicht, wie hoch der Preis ist, den sie für die Rückkehr in die geliebte Heimat zahlen muss…

Im Land der weißen Wolke” habe ich bereits im Januar gehört und 7/10 Punkte gegeben, nun habe ich den 3. Band geladen und erst im Nachhinein bemerkt, dass mir ja das Buch dazwischen fehlt. Deshalb kamen mir auch nur die älteren Bewohner Kiward Stations bekannt vor… Aber sei es, wie es sei, höre ich mir den zweiten Band eben später an Smiley

Gut, diese Romane, Familiensagen, gehören zur Unterhaltungsliteratur, sind oft etwas kitschig und fast schon Liebesschnulzen. Natürlich geschieht immer etwas Dramatisches und bekommt dann gegen Ende doch eine positive, “völlig überraschende” Wendung Zwinkerndes Smiley – aber manchmal muss es eben auch etwas für die Tränendrüsen sein. Nicht oft, aber mit zunehmenden Jahren sitzen meine Tränen wohl auch etwas lockerer, wie ich bemerkt habe Zwinkerndes Smiley. Außerdem erfährt man etwas mehr über dieses faszinierende Land und seine Ureinwohner, und: Ich liebe die musikalischen Zwischeneinlagen Smiley mit geöffnetem Mund

Ranja Bonalana liest nicht schlecht, Frauenstimmen kann sie wunderbar nuancieren, und vor allem sehr kindliche, hohe Stimmen kommen gut rüber. Allein raue Männerstimmen hören sich mit diesem Frauenstimmchen nicht wirklich gut an. Ein Seebär, der später als Teufel bezeichnet wird, müsste schon tief, verraucht und mit ätzender Stimme gesprochen werden, so dass sich einem beim bloßen Hören schon die Nackenhaare aufstellen. Doch vielleicht blieb ja so das Grauen im Rahmen?

Deshalb und für die Kürzung – ich steh halt auf die Langfassung – gibt’s “nur” 8/10 Punkte.

Kurzrezi: Der verborgene Garten–K. Morton

cover

Kate Morton
Der verborgene Garten
Familien-Saga
Diana Verlag
TB, 640 Seiten
ISBN: 3453354761

Bewertung:

Klappentext:

Ein verwunschener Garten,
eine adlige Familie,
ein dunkles Geheimnis

Als die junge Australierin Cassandra von ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt, ahnt sie nichts von dem unheilvollen Versprechen, das zwei Freundinnen ein Jahrhundert zuvor an jenem Ort einlösten. Auf den Spuren der Vergangenheit entdeckt Cassandra ein Geheimnis, das seinen Anfang in den Gärten von Blackhurst Manor nahm und seit Generationen das Schicksal ihrer Familie bestimmt…

Weinendes Smiley *schluchz* – Ich habe jetzt 350 Seiten am Stück gelesen (hatte ja zum Glück heute mal reichlich Zeit) und bin zutiefst bewegt.

Die Geschichte von drei Frauen, Nachkommen einer bestimmten Adligen, wird hier in bewegenden Bildern nach und nach erzählt. Ständig wechseln die Zeiten, mal spielt die Geschichte im 19. JH, später Anfang des 20. JHs, dann wiederum um 1975 und letztendlich im Jahr 2005. Sehr gut werden die Zustände auf Blackhurst Manor beschrieben, wie die Frau des Hauses, selbst aus nicht adligen Kreisen stammend, alles daran setzt, um diesen Umstand in Vergessenheit geraten zu lassen. Man fürchtet sich vor ihr, und dies ist sicherlich der Grund dafür, dass diejenigen, die etwas wussten, das Geheimnis bis zum Schluss hüteten.

Die Charaktere sind durchweg sehr gut ausgearbeitet, und so unterschiedlich die einzelnen Personen auch sind, der Leser sieht sie alle plastisch vor sich, kann den Dreck sehen, den Gestank riechen, den feuchten Nebel auf der Haut spüren, während die Zwillinge Ende des 19. JHs in London “Jack the Ripper” spielen…

Wunderschön fand ich die eingestreuten Märchen, und ich habe am Ende kaum noch etwas vor Tränen sehen können, so gerührt war ich.

Was die Geschichte selbst betrifft, so hatte ich eine Ahnung, wenn ich auch eine Zeit lang etwas vermutete, das sich dann zum Glück nicht bewahrheitete. Da hat mir meine Fantasie eindeutig einen Streich gespielt Zwinkerndes Smiley

Fakt ist, das in diesem Buch durchweg die Männer schlecht weg kommen, während die Frauen bis auf Rose starke Persönlichkeiten sind. Einzig Christian scheint die Waagschale auf der maskulinen Seite wieder etwas anzuheben.

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Und da Kate Morton mehr Romane geschrieben hat, wird wohl bald ein weiterer bei mir einziehen Smiley mit geöffnetem Mund

Ausgehört: Im Land der weißen Wolke–S. Lark

Sarah Lark
Im Land der weißen Wolke
Neuseeland-Saga Teil 1
Dauer: 7 Std, 32 Min (gekürzt)
gelesen von: Ranja Bonalana

Bewertung:

Inhaltsangabe (Audible):

London, 1852: Zwei junge Frauen treten die Reise nach Neuseeland an. Es ist der Aufbruch in ein neues Leben, als künftige Ehefrauen von Männern, die sie kaum kennen. Die adlige Gwyneira ist dem Sohn eines reichen „Schafbarons“ versprochen, und die junge Gouvernante Helen wurde als Ehefrau für einen Farmer angeworben. Ihr Schicksal soll sich erfüllen in einem Land, das man ihnen als Paradies geschildert hat.

Dies war eins der Hörbücher, die ich per Gutschein-Code von meinem Chef bekommen habe. Ich habe sie von Libri.de herunterladen dürfen, aber Audible hat dieses auch im Repertoire und nichts dagegen, dass ich dorthin verlinke. Zudem ist der Download über Audible viel einfacher und komfortabler. Die zip-Datei von Libri.de habe ich wie in diesem Beitrag beschrieben erst konvertieren müssen, um sie auf das iPhone zu bekommen. Und ihr wisst ja – mit der Audible-App könnt ihr das ganz einfach direkt von eurer Bibliothek auf euer iPhone tun, gänzlich ohne Computer!

Beim Hören dieses Hörbuchs hatte ich ganz unterschiedliche Gedanken und Gefühle. Zum einen hat mir die Sprecherin Ranja Bonalana gut gefallen. Dass bei einer hellen Frauenstimme die Männer nicht so gut dargestellt werden können, wenn sie auch noch so tief spricht, ist schon klar. Aber Ranja Bonalana hat alles gegeben und Farbnuancen geschaffen.

Die Geschichte selbst ist bewegend. In diesem Buch geschieht so einiges von Wetteinsätzen in Form von jungen Mädchen, über schwere Farmarbeit und Vergewaltigung bis hin zu Mord. Auch die Geschichte der Māori kommt nicht zu kurz.

Dennoch habe ich manchmal mit den Augen gerollt, wenn es gar zu schmalzig wurde. Das war nun nicht mein Fall.

Daher vergebe ich hier 7/10 Punkten.

Kurzrezi: Die Nacht der Feuerfrau (3) – S. Carroll

Susan Carroll
Die Nacht der Feuerfrau
3. Band der St. Leger-Trilogie
Mystischer Liebesroman
Knaur
TB, 398 Seiten
ISBN: 3426622300

Bewertung:

Klappentext:

Ein grausamer Fluch lastet auf dem Leben des Valentine St. Leger, Heiler mit wundertätigen Händen aber verwundetem Herzen: Niemals wird er heiraten können, denn seiner unglücklichen Braut wäre ein frühes Ende beschieden. Doch die schöne Kate liebt Valentine, seit sie denken kann – und um jeden Preis…

OK, fast schon ein Nackenbeißer, aber eben nur fast, lebt dieser 3. Band der Trilogie um die St. Legers, deren Legende, das Familienschwert, den Kristall und den im Schloss spukendem Urahn von magischen Kräften. Tradition ist es, dass ein St. Leger, wenn er die Zeit gekommen fühlt, einen Brautsucher bemühen muss, um die einzig richtige Frau für ihn zu finden. Tut er das nicht, lastet ein Fluch über der Ehe mit schrecklichen Folgen. Als nun die Brautsucherin Valentine St. Leger erklärt, dass es für ihn keine Auserwählte gäbe, glaubt der Mann auf immer allein bleiben zu müssen. Mit seiner Gabe opfert er sich für seine Mitmenschen auf und scheint nie selbst Glück haben zu dürfen.

Aber natürlich kommt alles anders, als Kate sich in den Kopf setzt, ihren Angebeteten über die Familienlegende hinaus, heiraten zu wollen. Sie schreckt vor nichts zurück, noch nicht einmal vor schwarzer Magie… Zum Glück ist da aber auch noch Prospero, der Urahn der St. Legers, der keine Ruhe finden kann und einschreitet, fast schon zu spät…

Obwohl ich keine Liebhaberin von Nackenbeißern bin, hat mir dieser Liebesroman gefallen. Kate ist eine Frau, die weiß, was sie will, sich nicht an Konventionen hält und lernt, dass Liebe nicht nur das eigene, sondern vor allem das Wohl des Auserwählten im Auge hat. Letzten Endes hat jeder der Protagonisten aus seinen Fehlern gelernt. Und ich mag solche Dinge wie magische Familienschwerter, einen Fluch und dann sogar einen umherwandernden Geist in seinen 4 Wänden zu haben

Kurzrezi: Die Henkerstochter – 8. Eisvolk-Saga – M. Sandemo

Margit Sandemo
Die Eisvolk-Saga
Band 8: Die Henkerstochter
Historisches Märchen für Erwachsene
Blanvalet
TB, 308 Seiten
ISBN: 3442373069

Bewertung:

Klappentext:

Hilde ist die Tochter des Henkers und darum eine Ausgestoßene. Niemand will etwas mit ihr und ihrem Vater zu tun haben – bis eines Tages in der Nähe ihrer schäbigen Hütte vier Frauenleichen entdeckt werden. Ein grausiger Fund, der Hildes Leben völlig verändern soll – denn sie trifft dadurch auf Andreas Lind vom Eisvolk…

Dieser 8. Band war wieder viel besser als der Vorgänger. Natürlich haben sich auch in diesem Band wieder Angehörige des Eisvolks verliebt und den besonderen, einzig richtigen Partner gefunden, und die Autorin versteht es, jedes Mal eine gänzlich andere Liebesgeschichte zu ersinnen, die oftmals sehr zu Herzen geht. Und die Geschichte um Hilde und die Angelegenheit der Morde war schon interessant. Obwohl ich gleich zu Anfang einen bestimmten Verdacht hatte, der sich auch prompt bestätigte und Frau Sandemo eben eher ein Märchen schrieb als einen Krimi oder einen richtigen historischen Roman, so sind ihre Bücher doch sehr kurzweilig und genau das Richtige für einen Abend, an dem man sich einfach ein bisschen zurückziehen und verzaubern lassen möchte. Und historischen Hintergrund haben ihre Bücher schon!

Tja, das war’s… ich werde immer mal wieder Ausschau halten, ob nicht weitere Bücher dieser Reihe verlegt werden und möchte auch euch bitten, mir Bescheid zu geben, solltet ihr dies vor mir entdecken, ja?

Als nächstes kommt nun wieder ein Krimi auf den Nachttisch

Kurzrezi: Das Spukschloss – 7. Eisvolk-Saga – M. Sandemo

Margit Sandemo
Das Spukschloss
7. Teil der Eisvolk-Saga
historisches Märchen für Erwachsene
Blanvalet
TB, 276 Seiten zzgl. Anhang
ISBN: 3442372860

Bewertung:

Klappentext:

Als dem jungen Tancred Paladin im Wald ein verängstigtes Mädchen begegnet, verliebt er sich zum ersten mal in seinem Leben. Er ist vollkommen von ihr fasziniert, und er muss sie unbedingt wiedersehen. Auf der Suche nach ihr findet er ein Schloss, das es eigentlich nicht mehr gibt – und eine Frau, die schon lange tot ist. Verliert er etwa den Verstand? Oder spielt ihm das merkwürdige Erbe des Eisvolks einen Streich…

Zunächst war ich wie gebannt und habe die Geschichte um das alte Schloss Askinge verschlungen. Allerdings geben noch nicht mal 300 Seiten eben nicht viel her, da hätte Frau Sandemo noch viel mehr daraus machen können, die Spannung in die Länge ziehen… Ja und dann wurde es so was von triefend schmalzig… also nee.

OK, einen Band hab ich noch, den lese ich auch gleich im Anschluss (geht ja schnell) und dann muss unbedingt wieder etwas mit mehr Niveau auf den Nachttisch.