Ausgehört [Rezi] Sieben Minuten nach Mitternacht

Patrick Ness, Siobhan Down
Sieben Minuten nach Mitternacht
Jugendbuch
Dauer: 4 Std, 34 Min (ungekürzt)
gelesen von Maria Furtwängler

Bewertung:

Inhaltsangabe (Audible):

Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor bange den Alptraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diese Nacht klopft etwas an sein Fenster und ruft seinen Namen: ein Wesen, das uralt ist und wild und weise – und das wie niemand sonst Conors Seele und seine geheimsten Ängste kennt.

Dieses Hörbuch hat mich tief berührt. In einer Zeit, in der Krankheiten wie Krebs und AIDS eben nicht immer weit weg sind, die einen sowieso nicht berühren, in der eine Freundin ihre Perücke an den Garderobenhaken hängt, in der Zeitung Todesanzeigen der eigenen Generation und sogar der jüngeren stehen… in einer solchen Zeit gibt es Kinder, die miterleben müssen, wie ihre Eltern langsam sterben. Was in solch einem Kind vorgehen muss, was dieses Kind verkraften muss, scheint fast nicht ertragbar.

Die Autoren dieses Buches haben sich sehr gut mit diesem Thema befasst und eine Möglichkeit der Verarbeitung aufgezeigt. Und zwar nicht nur für diese Kinder, sondern auch für uns Erwachsene, die wir mit ihnen zu tun haben. Denn wissen wir immer, was wir sagen sollten oder besser ungesagt ließen, wie wir diesen Kindern helfen können, ohne ihnen den eigenen Weg zu nehmen?

Maria Furtwängler hat dieses Buch sehr gut vertont. Ich gebe zu, ich hätte es nicht gekonnt. Während der ersten Stunden gab es Momente, in denen ich mehrmals hart schlucken musste, um die Tränen zurück zu halten, in der letzten halben Stunde dann schüttelte es mich heftig. Vorlesen hätte ich so nie und nimmer mehr können…

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Ein Gedanke zu „Ausgehört [Rezi] Sieben Minuten nach Mitternacht

  1. Ich kann mir vorstellen, dass einen dieses Buch tief berührt. Danke für deine Rezension. Die Furtwängler mag ich ja als Schauspielerin sehr und dass sie gut liest – ja, das kann ich mir auch vorstellen. Dieses Hörbuch werde ich mir mal merken.
    Man sagt ja immer, dass es nichts Schlimmeres gibt, als wenn Eltern ein Kind verlieren – bei meiner Mutter habe ich die irreparablen Konsequenzen erlebt – aber wer fragt schon Kinder, wie sie damit umgehen, wenn ein Elternteil stirbt, vor allem wenn es sich um einen längeren Zeitraum handelt. Als meine Freundin in jungen Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankte und starb, waren ihr Jungs noch sehr klein und der Ehemann hat das kaum verkraftet. Wie die Kinder damit umgegangen sind, weiß ich bis heute nicht. Ihr Mann hat jegliche Kontakte zu uns – also zu gemeinsamen Freunden – abgebrochen. Ich denke da immer mal wieder drüber nach, obwohl das nun auch schon wieder fast 25 Jahre zurück liegt.
    Lieben Gruß
    Elke (Mainzauber)

Senf dazu? Aber gern :)

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