Kurzrezi: Denn bitter ist der Tod

cover

Elizabeth George
Denn bitter ist der Tod
Teil 5 der Havers-&-Lynley-Reihe
Englischer Krimi
Goldmann
TB, 478 Seiten
ISBN: 3442429609

Bewertung:

Klappentext:

An einem trüben Novembermorgen wird eine Studentin der Universität Cambridge tot aufgefunden. Der Mord an der jungen Frau erschüttert die ehrbare Akademikerwelt. Und nur einer wie Inspector Lynley ist in der Lage, die gefährlichen unterschwelligen Strömungen hinter den dunklen Collegemauern zu erahnen. Mit seiner Assistentin Barbara Havers dringt er immer tiefer in die arrogante Männerwelt ein, in ein tödliches Gespinst aus bedingungsloser Liebe, falschem Stolz, uneingestandenen Schuldgefühlen – und dem Bedürfnis nach Rache.

Bei diesem Buch fällt mir eine Bewertung einmal alles andere als leicht. Einesteils entwickeln sich die persönlichen Leben von Thomas Lynley und Barbara Havers weiter. Inspector Lynley begreift, dass Liebe nicht gleich Liebe ist und man nie mehr vom anderen erwarten sollte, als er bereit zu geben ist und gewinnt durch diese Einsicht eine Chance auf ein Zusammensein mit der Frau, der sein Herz gehört. Sergeant Havers dagegen muss  lernen loszulassen und eine Entscheidung treffen, die ihr weiteres Leben verändern wird. Beide Entwicklungen empfand ich für die weiteren Bände von Wichtigkeit.

Doch was die Story angeht, so bin ich hin- und hergerissen. Ich frage mich schon, ob ich etwas Wichtiges überlesen habe, denn es bleiben einige Fragen für mich offen, und die ganze Story ist dermaßen verworren, beschreibt so verschrobene Charaktere… sehr unrealistisch in meinen Augen. – Es gab außerdem einen zweiten Mord. Während Elenas Gesicht zerschlagen und sie anschließend erdrosselt wurde, fand man eine weitere Collage-Studentin wenig später erschossen vor. Irgendwie gab es für den zweiten Mord nur Mutmaßungen, wer der Täter sein könnte, während am Ende fest stand, wer Elena getötet hat. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich hier um ein und denselben Täter handelt. Gestanden wurde jedenfalls nur der erste Mord. Das Motiv für den zweiten hat sich mir nicht erschlossen.

Während mir die beiden Ermittler bis dahin immer sehr überlegt erschienen, waren sie hier merkwürdig festgefahren. Jeder sah nur einen möglichen Täter und hat sich verleiten lassen, Mutmaßungen anzustellen und nicht allein von den Fakten auszugehen. Das ist in meinen Augen schlechte Polizeiarbeit und führt dazu, Unschuldige zu verurteilen, anstatt den Schuldigen zu finden. Zum Glück haben beide dennoch weiter gesucht. – Spannend war das Buch aber dennoch.

Die Autorin war entschieden schon viel besser. Daher gebe ich nur 6/10 Punkten.

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Senf dazu? Aber gern :)

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