Die 80er

Tichiro hat aufgerufen, etwas über uns in den 80ern zu berichten und möglichst Fotos zu zeigen. Und Tina, ich bin froh, dass du nicht zu dünn wirst 🙂

In den 50ern hab ich natürlich auch nicht gelebt, ich bin im besten Jahr überhaupt, 1963 geboren 😀 – aber Pettikot fand ich immer fantastisch. Ich hatte damals einen, inzwischen natürlich längst nicht mehr. Ich glaube, den hat mir meine Oma damals geschenkt…

In den 70ern und frühen 80ern war ich schlichtweg ein Rocker. Röhrenjeans, in die man sich hinein zwängen musste (möglichst noch heiß in der Badewanne angezogen gesessen, damit sie wirklich hauteng saßen), lange Oberhemden drüber von meinem Großvater, Makramé-Ketten, Netzhemden, sogenannte Tramper-Schuhe, die man sich von jemand anderem einlaufen ließ (jaha, so etwas Bescheuertes haben wir früher getan) – neonschrille Accessoires, Strickjacken bis zur Kniekehle, geschminkt mit Eyeliner in Olivegrün und dick geschminkte Wimpern, Plastiktüte mit Schulsachen vor dem Bauch… Und da ich immer mit den anderen meiner Clique „vom Platz“ unterwegs war und wir NATÜRLICH keine Fotos gemacht, sondern eher geraucht, Würfel gespielt und rumgehangen haben, gibts auch kaum Fotos aus dieser Zeit. Zumindest keine, auf denen ich in solcherlei Outfit bin. Denn bei Familienfeierlichkeiten haben meine Eltern NATÜRLICH auf Vorzeigbarkeit geachtet.

1983 wurde dann meine älteste Tochter geboren. Und ich meinte, ich müsste nun auch wie eine Mutter aussehen. Also ging ich zum Frisör – ab mit den langen Haaren bis zum Po und Dauerwelle rein – und Rock und Bluse angezogen. Wenn ich mir heute die wenigen Fotos aus dieser zum Glück nicht lange anhaltenden Periode ansehe, finde ich, dass ich wie meine eigene Großmutter aussah und jetzt deutlich jünger wirke . Tja, und fortan hatte ich kein Geld mehr, um mir Klamotten zu kaufen. Alles ging für meine Kinder drauf, die alle in den 80ern geboren wurden, und ich lernte, meine Kleidung so auszusuchen, dass sie zeitlos war und lange getragen werden konnte…

Inzwischen hab ich meinen Stil gefunden – jugendlich feminin –  Jeans, Schuhe mit und ohne Absatz, Bluse oder Pulli, meist kombiniert mit Jäckchen (auch gestrickt) oder Tüchern, teilweise aus Boutiquen, teilweise selbst gestrickt und kaum noch geschminkt, höchstens ein bisschen Wimperntusche. Das zumindest ist mein Büro-Outfit. Sonst mag ich Cargohosen, T-Shirts und Crogs zum Wohlfühlen und Rumgammeln.

Fotos hab ich wie gesagt so gut wie keine. Und die, die ich habe, sind nicht vorzeigbar – da sehe ich bescheuert aus… Dafür gibt es jetzt umso mehr Fotos – meist aus unseren Urlauben…

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Ein Gedanke zu „Die 80er

  1. Göttlich geschildert! Ich hab mich krümelig gelacht. Da bist du also exakt 10 Jahre jünger als ich. So richtig wilde Jahre hatte ich eigentliich nie, noch am ehesten so zwischen 15 und 18, also in den späten Sechzigern. Die Achtziger waren ja die Jahre, in denen ich mit Praxis aufbauen, Kinder kriegen, Haus bauen mehr als beschäftigt war. Da war kein Platz mehr für Spinnereien, aber eben auch viel zu wenig für mich selbst. Nee, also meine besten Jahre waren eigentlich die in den Siebzigern.
    Lieben Gruß
    Elke

Senf dazu? Aber gern :)

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