Noch im Urlaub habe ich einen weiteren John-Rebus-Roman von Ian Rankin angefangen, bin aber seitdem kaum zum Lesen gekommen. Eigentlich immer nur abends im Bett. Und da war ich dann jedes Mal schon so müde, dass nach ungefähr 3 Seiten bereits die Schrift vor meinen Augen verschwamm. Also habe ich mir heute den Rest des Buches vorgenommen und auch beendet
![]()
Ian Rankin
Verschlüsselte Wahrheit
Krimi
Goldmann
TB, 384 Seiten
ISBN: 3442450152
Klappentext
Korruption, Erpressung und brutaler Mord – diese Verbrechen tragen in Edinburgh einen Namen: “Big Ger” Cafferty. Seit Jahren spielt er mit Inspector John Rebus Katz- und -Maus, aber bisher fehlten der Polizei immer genügend Beweise, um Cafferty hinter Schloss und Riegel zu bringen. Bis Rebus durch Zufall an geheime Notizen eines Kollegen über einen nie aufgeklärten Fall gelangt: Vor fünf Jahren brannte das Central-Hotel bis auf die Grundmauern ab. Alle Indizien wiesen damals auf Brandstiftung – und auf Cafferty, doch die Ermittlungen wurden schnell wieder eingestellt. Zu schnell, wie Rebus feststellen muss…
Meine Meinung
Ian Rankins Inspektor Rebus ist nicht unbedingt ein pflegeleichter Beamter. Oft geht er seine eigenen Wege und kommt dabei so manchem in die Quere, auch den Karriereleitern seiner Kollegen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass er vom Dienst suspendiert wird. Aber das schreckt natürlich einen John Rebus nicht ab, vor allem wenn einer seiner eigenen Truppe im Krankenhaus liegt und lange nicht das Bewusstsein wiedererlangt. Und so macht er sich an die Arbeit und deckt einen Fall auf, der nicht aufgeklärt werden konnte.
Der Autor hat seit seinem ersten Roman Erfahrungen gesammelt und ist mutiger geworden. Auch seine Fantasie erweckt den Eindruck umfassender zu werden, so dass der Leser seinen Ausführungen ohne Probleme folgen kann und sich bildlich vorzustellen vermag, was hinter dem Mann und seinen Aktionen steckt. Wer John Rebus kennt, wird sich wundern, dass der diesmal weder eine einzige Zigarette geraucht, noch dem Alkohol zu sehr zugesprochen hat, und das obwohl ihn Patience hinausgeworfen hat und er wieder in seiner alten Bude zusammen mit ein paar Studenten und später sogar seinem Bruder wohnt. Natürlich wieder aus dem Koffer. Der Mann wird sympathischer, auch weil er diesmal quasi non stop gearbeitet und sich die Hacken abgelaufen hat.
Nur als es dem Ende zugeht und die Aufklärung bevorsteht, ging es mir ein bisschen holterdipolter. Da inszeniert John eine Intrige, um den mächtigen Mann zu schnappen, aber ohne uns Leser so richtig ins Bild zu setzen und benutzt dabei Menschen wie Marionetten. Und wie er dann auf bestimmte Punkte gekommen ist, bleibt mir ein Rätsel. – Vielleicht war ich aber auch zu sehr abgelenkt von der Geräuschkulisse um mich herum und sollte mir das Buch ein anderes Mal noch einmal vornehmen.
Ein wirklich gutes Buch, das sich vor allem als Urlaubslektüre wunderbar eignet. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten, also eine 2+








