Kein Wecker klingelt, aber ich bin dennoch schon kurz vor 07.00 Uhr wach. Um die anderen nicht zu wecken, nehme ich mir das kleine Büchlein, das Gudrun mitgenommen hat und beginne zu lesen. Diesmal nämlich habe ich meine Lektüre nicht mitgenommen, zum einen weil ich nicht damit gerechnet habe, überhaupt zum Lesen zu kommen, zum anderen weil das Exemplar, in dem ich seit Wochen lese, ein dicker Hardcover-Schinken ist und nun wirklich zu viel für nur eine Nacht gewesen wäre. Ich hatte zwar noch meine Sockenwolle und den angestrickten Socken dabei, aber da das Muster recht kompliziert ist, ist das nix für die ersten Morgenminuten des Tages… großartig Denken ist noch nicht
Ein Blick aus dem Fenster zeigt: Es regnet. Und das nicht wenig. Nun stellt sich die Frage: Was tun? Wieder zur Buchmesse? Das hätte zumindest den Vortei, die ganze Zeit überdacht zu sein, und alles haben wir ja auch noch nicht durchstöbert. Oder wollen wir lieber in die Stadt gehen? Etwas von Leipzig sehen? – Nach langem Hin und Her und einem herzhaften Frühstück entschließen wir uns dazu, mit dem Auto in die Stadt zu fahren, notfalls eine Stadtrundfahrt zu machen und ansonsten auszusteigen und uns etwas anzusehen. Der Hauptbahnhof soll sehr schön sein und ist sogar der größte Kopfbahnhof Europas.

Doch bevor wir überhaupt so weit gelangen, wird die Straße vor uns von Polizeiwagen blockiert und wir haben keine Chance, rechts abzubiegen. Wir können nur warten. Erst als die angekündigten Demonstranten vorbei gezogen sind, können wir weiter.

hier ein Foto aus dem Auto heraus. Auszusteigen haben wir uns denn doch nicht getraut.
Im Innenbereich des Hauptbahnhofs haben sie regelrechte Einkaufsstraßen, ähnlich der Passerelle in Hannover, nur hier geht es über mehrere Etagen. Unglaublich!

Ute und ich genehmigen uns ein Eis, denn am Samstag wurde bereits alles weg geräumt, als wir einen Eiswagen entdeckten – und irgendwie hatten wir Appetit darauf. Zitroneneis und Heidelbeer suchte ich mir aus… hmmmm. lääääggger
. Natürlich gibt es auch ein Schleckfoto
, aber das ist jetzt nicht so für die Öffentlichkeit

hier ein Blick aus der Moritzbastei hoch zum City-Hochhaus

diese neckische Skulptur sitzt in der Moritzbastei,
für mich symbolisch für einen eifrig diskutierenden und gestikulierenden Menschen, also die Darstellung von persönlicher Kumminukation
Wir machen Pause in der Moritzbastei und schlürfen Cappu, Wasser oder Kaffee und klönen so lange bis wir uns wieder auf den Weg machen zum Kulturcafé Knicklicht, wo Ute aus ihrem Werk liest.

und dies sind wir 3
leider war das Foto so dermaßen dunkel… ich habe versucht, herauszuholen, was ging, aber seht selbst… hmpf… Ich hoffe, Gudrun hat noch ein besseres, so dass ich später austauschen kann…
Im Café ist es schön gemütlich, es hat auch eine bombastische Lage, denn es liegt mit vielen Glasfenstern direkt an einer Ecke. Dort gibt es weder Alkohol noch Tabak (und das schon seit der Eröffnung vor vielen Jahren), dafür steht Kultur und das Miteinander im Vordergrund. Außerdem gibt es dort afrikanische Küche
– und ich weiß aus erster Hand zumindest, dass die Zusammenstellung tatsächlich authentisch ist
Doch so allmählich neigt sich unser Treffen dem Ende zu und wir müssen uns wieder auf den Weg zum Gut machen, wo mein Paulchen auf mich wartet und die Heimreise antreten will. Und so umarmen wir uns zum Abschied in dem Bewusstsein, ein solches Wochenende unbedingt wiederholen zu müssen und machen uns auf den Weg.

Hier sieht das Wetter noch klasse aus, auch wenn der Regenbogen von Regen bei Sonnenschein zeugt, aber leider beginnt es kurz darauf in Strömen zu regnen und hört auch nicht während der 5 Stunden Autobahnfahrt auf, die ich dennoch viel zügiger durchfahren kann als “hin-zu”.
Ein unvergessliches Wochenende geht zu Ende und ich bin zwar müde, doch noch voller Eindrücke als ich fast genau um 23.00 Uhr die Wohnungstür aufschließe und mich meinem Laird in die Arme werfe…








Na, da hast Du ja ein wunderschönes und spannendes Wochenende verbracht.
Ich find`s schön, dass Du alles so niedergeschrieben hast, ich habs gern gelesen ;o).
Mir liegt das Niederschreiben der Eindrücke leider nicht so *lol*.
An Leipzig bin ich letzte Woche vorbei gefahren, Richtung Dresden und habe dort mit meinen Töchtern die historischen Bauwerke bewundert, wobei ich festgestellt habe, dass hauptsächlich die Randbezirke immer noch genauso aussehen wie vor 30 Jahren!
Sei lieb gegrüßt
Andrea
Liebe Sunsy,
wow – da war dieses Wochenende in Leipzig ja ein Wahnsinns-Erlebnis! Danke daß Du das alles mit uns hier teilst. Ich lese das immer sehr gern. Selber kann ich das gar nicht so gut aufschreiben.
Liebe Grüßle,
Moni
Liebe Sunsy,
danke für den zweiten und ebenfalls interessanten Bericht von deinem WE.
Falls es dich packen sollte und du auch mal zur Frankfurter Buchmesse kommen solltes… sag Bescheid
))
LG
Junifee
Hallo Junifee
– ich komme ganz bestimmt auch zur Frankfurter Buchmesse. Nun hab ich Blut geleckt